LewoS – Lernen, Stabilität und Orientierung

Nicht alle jungen geflüchteten Menschen können nach ihrer Ankunft in Deutschland direkt eine Berufsintegrationsklasse besuchen. Psychische Belastungen, fehlende Schulerfahrung oder Analphabetismus machen einen anderen Einstieg notwendig. LewoS bietet genau dafür den passenden Rahmen:

Lernen in individuellem Tempo

Im Mittelpunkt stehen grundlegende Kompetenzen wie Lesen, Schreiben und Rechnen. Ebenso wichtig ist es, eine regelmäßige Lern- und Schulroutine aufzubauen und Sicherheit im neuen Lebensalltag zu gewinnen. Das Programm kann bis zu drei Jahre besucht werden. Während dieser Zeit begleiten wir die Teilnehmenden eng.

Für wen ist LewoS?

LewoS richtet sich an junge Menschen zwischen 16 und 22 Jahren mit Flucht- oder Migrationsgeschichte, die noch nicht die Voraussetzungen für eine Berufsintegrationsklasse oder den direkten Einstieg in den Arbeitsmarkt erfüllen. Für die Teilnahme sind keine aufenthaltsrechtlichen Voraussetzungen erforderlich.

Warum LewoS?

Für viele junge Geflüchtete reichen die regulären Bildungsangebote nicht aus. Wer noch Lesen und Schreiben lernen muss oder durch Flucht und belastende Erfahrungen eingeschränkt ist, benötigt mehr individuelle Unterstützung. LewoS schafft einen geschützten Lernort, an dem Bildung und persönliche Stabilisierung Hand in Hand gehen. Die Teilnehmenden entwickeln Schritt für Schritt fachliche, sprachliche und persönliche Kompetenzen – als Grundlage für ihren weiteren Bildungs- und Lebensweg.

Ein Angebot, das wächst

LewoS startete 2021 als Pilotprojekt. Die Erfahrungen der vergangenen Jahre haben gezeigt: Der Bedarf ist groß, und viele junge Menschen benötigen deutlich mehr Zeit als zunächst vorgesehen. Deshalb wurde das Angebot zum Schuljahr 2024/25 auf drei Klassen erweitert. So können die unterschiedlichen Lernvoraussetzungen noch gezielter berücksichtigt werden und insbesondere Menschen ohne oder mit sehr geringer Schulerfahrung können langfristig begleitet werden.

Brücke in Bildung und Beruf

LewoS ist eine Brücke in das staatliche Bildungssystem. Die meisten Teilnehmenden wechseln anschließend in eine Berufsintegrationsklasse oder ein anderes schulisches Anschlussangebot. Wenn ein alternativer Weg sinnvoller erscheint, begleiten wir auch den Übergang in Ausbildung, Arbeit oder ein anderes passendes Unterstützungsangebot.